Herzschrittmacher

Magnetresonanz Tomographie

Herz-Implantate und MRT

Untersuchungen mittels MRT sind für zahllose Fragestellungen in der Medizin wichtig und zum Teil unverzichtbar. Seit 2008 werden weltweit in zunehmendem Maße MR-taugliche Herzimplantate – wie Herzschrittmacher, ICD (Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) und Schrittmachersonden – implantiert. Mit diesen Implantaten dürfen MRT-Untersuchungen nur unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden. Laut geltenden Leitlinien dürfen MR-Untersuchungen bei Schrittmacher-Patienten nur in Einrichtungen durchgeführt werden, in denen Programmiergeräte und alle Notfalleinrichtungen inkl. Defibrillator vorhanden sind und von einem Kardiologen mit Erfahrung in der Herzschrittmacher-Programmierung bedient werden können. Die Kooperation von Dr. Bader MR-Ambulatorium mit Fr. Dr. Böhm-Palea ist die erste Einrichtung im niedergelassenen Bereich, die dieses Leistungen systematisiert und kontrolliert erbringt.

Was bedeutet „MR-tauglich“?

Medizinische Implantate werden international entsprechend der Terminologie der American Society for Testing and Materials (ASTM) in die Kategorien „MR-sicher“ (MR safe), „MR-tauglich“ (MR conditional) und „MR-unsicher“ (MR unsafe) eingeteilt.

Die Einstufung als MR-tauglich bedeutet, dass dieses Implantat unter speziellen und individuellen technischen Bedingungen (u.a. Magnetfeldstärke, Gradientenstärke, Radiofrequenz, Spezifischer Absorptionsrate, geometrischer Konfiguration des Implantats) bei einer MRT-Untersuchung kein bekanntes Risiko für Patienten darstellt.

Durchführung der MRT-Untersuchung

…zuerst muss die MR-Tauglichkeit der Implantate überprüft werden.


…unmittelbar vor
der MR-Untersuchung wird der Schrittmacher (bzw. ICD) in den MR-Modus umprogrammiert.


…während
 der MR-Untersuchung muss eine kardiologische Überwachung sichergestellt sein.


…unmittelbar nach
der MR-Untersuchung wird der Schrittmacher (bzw. ICD) wieder mit dem ursprünglichen Programm re-programmiert